PVC Fussbodenbelag
Das Beste aus zwei Welten
Polyvinylchlorid (PVC) ist nach wie vor einer der wirtschaftlichsten Kunststoffe auf dem Markt. Und zugleich einer der vielseitigsten - nicht zuletzt auch, weil sich die Eigenschaften dieses Werkstoffs durch Kombination mit anderen Polymeren weiter veredeln lassen.
So macht das Ethylen-Vinylacetat-Copolymer Levamelt® PVC zum Beispiel weicher und zugleich wiederstandsfähiger. Anders als beim Einsatz vieler flüssiger Weichmacher ist diese Eigenschaftsverbesserung durch Levamelt®-Zugaben jedoch von Dauer, denn dieses Additiv kann aus der Polymermatrix nicht mehr ausgewaschen werden. Oberflächenkontaminationen durch Weichmacher-Wanderung (Migration) sind damit ebenfalls ausgeschlossen.
Levamelt®-Typen mit einem Vinylacetat-Gehalt zwischen 65 und 80 Prozent sind mit PVC in allen Verhältnissen mischbar. Dadurch lässt sich die Shore-Härte eines PVC-Produkts durch Zugabe von Levamelt® in weiten Grenzen steuern: 30 Prozent Levamelt® 600 in PVC ergaben in Testmischungen Härten um 55 Shore D, mit 50 Prozent dieses polymeren Additivs resultieren nur noch etwa 23 Shore D. Ein bemerkenswerter Nebeneffekt ist die deutliche Erhöhung der Oberflächenqualität: Levamelt® verhindert den typisch klebrigen Weichmacher-Touch, den andere Additive mit sich bringen.
Die erzielbaren Härten sind abhängig vom Vinylacetat-Gehalt des Levamelt®-Zusatzes: Je höher der VA-Anteil, desto härter der Blend. Durch die kautschuktypische Elastizität des EVMs profitiert natürlich auch die Bruchdehnung von der Levamelt®-Zugabe. Die Kältefestigkeit eines PVC-Levamelt®-Blends (60:40) sinkt hingegen mit abnehmendem VA-Gehalt.
Dabei ist Levamelt® als PVC-Modifikator in Sachen Migrationsbeständigkeit und Foggingarmut nicht nur den meisten flüssigen Weichmachern überlegen: Auch andere polymere Alternativen schlägt es um Längen. Selbst Polyurethane und Nitrilkautschuke übertrifft Levamelt® in Sachen Witterungs- und Alterungsbeständigkeit deutlich.
